In Morsum zeigt sich Sylt wohl von seiner ursprünglichsten Seite. Hier sind die friesische Sprache und das Brauchtum lebendig. Morsum -Hochburg des Sylter Traditionssportes Ringreiten. Weite Wiesen und Felder sind ein Eldorado für Spaziergänger und Radfahrer. Von atemberaubender Schönheit sind die Heidevegetation und das imposante Morsum-Kliff, in seinem geologischen Aufbau einmalig in ganz Europa. Diese imposante geologische Formation am östlichsten Zipfel der Insel dokumentiert fünf Millionen Jahre Erdgeschichte. Das 1800 Meter lange und bis zu 21 Meter hohe Kliff wurde 1923 als eines der ersten Gebiete auf Sylt unter Naturschutz gestellt.
In Morsum wird die friesische Sprache wohl mehr als in den anderen Inselorten gepflegt. So sind die Straßennamen in dem Ort weitestgehend friesisch, z. B. Dikwai (Deichweg), Serkwai (Kirchweg), Gurtmuasem (Großmorsum) oder Däälgung/Deelgung (Talacker). Ausnahmen bilden die Bahnhofstraße und die Straße Zum Wäldchen. Die Landwirtschaft prägt das äußere Erscheinungsbild des Ortes neben dem Tourismus noch weitgehend.