In Rantum sind Sie dem Meer ganz nahe. Nur wenige hundert Meter trennen die brausende Westküste von dem stillen Wattenmeer im Osten. Und zwischen den Meeren: Eine weite Landschaft mit urwüchsigen Dünen, an die sich sanft die inseltypischen Reetdachhäuser schmiegen. Ein zwölf Kilometer langer, feiner Sandstrand verspricht Sonnen-und Badefreuden. Im Osten: Das einzigartige Wattenmeer, das Sie näher kennen lernen sollten -eine Wattwanderung unter fachkundiger Führung gehört zum „Pflichtprogramm“. Nördlich von Rantum befindet sich eines der artenreichsten Vogelschutzgebiete Norddeutschlands: Ornithologen aus dem ganzen Bundesgebiet reisen mittlerweile an, um die mehr als 50 Vogelarten zu beobachten, die im Rantum-Becken brüten oder rasten. Doch nicht nur Vogelfreunden ist ein Besuch zu empfehlen: Der Damm, der das Rantum-Becken eingrenzt, lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein, wobei man das Wattenmeer quasi trockenen Fußes durchquert.
In den Dünen im Westen befinden sich mehrere Strandübergänge mit Strandkorb-Verleih und Ausflugslokalen mit exotischen Namen. Diese Namensgebung hatte ihren Ursprung in den 1930er Jahren, als ein Strandabschnitt namens Abessinien entstand. Als in den 1950er Jahren der Fremdenverkehr in Rantum zu blühen begann, entstand der Strandabschnitt Samoa, später dann auch Sansibar.
Viele Familie begannen in den Sommerwochen der 50er Jahren mit Zimmervermietung. Dieser florierende und rentable Nebenerwerb wurde im Laufe der Jahrzehnte zu einer der Haupteinnahmequellen des Ortes. Viele Neubauten gehen auf sein Konto. Prägend war dabei, dass dies eben nicht, wie zum Beispiel in Westerland überwiegend in Hotels, Pensionen und Gaststätten erfolgte. Viele Zweitwohnsitze und Vermietungsbetriebe sind inzwischen hinzugekommen. Am Ort gibt es, wie auf der übrigen Insel, mehr Betten für Touristen als für ständige Einwohner. Wichtig waren dabei die 1990er Jahre, in denen eine Ausweitung der Saison über die wenigen Sommerwochen hinaus gelang. Direkt an der von Sturmfluten abbruchbedrohten Düne steht der reetgedeckte Sölring Hof. Das Hotel ist inzwischen wegen der guten Küche mit zwei Guide-Michelin-Sternen ausgezeichnet. Im Juni 2007 wurde auf einem ehemals militärisch genutzten Areal nördlich des Ortskerns das so genannte TUI-Dorfhotel mit circa 600 Betten in 159 Apartments eröffnet.