Auf der fast baumlosen Insel wurde zur Weihnachtszeit anstelle eines Weihnachtsbaumes traditionell der Jöölboom aufgestellt, ein kleineres Holzgestell, an den ein Kranz aus immergrünen Zweigen gebunden wurde.
Er ist ein kunstvoll mit Figuren und Trockenobst besteckter Holzbogen. Der geschmückte Tannenbaum, wie man ihn heute kennt, hielt auf der Insel spät Einzug: Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Bäume nach Sylt verschifft. Bis dahin behalf man sich angesichts des geringen Baumbestandes auf der Insel mit einer Notlösung, besteckte einen Holzstiel mit getrockneten Früchten, Grün und figürlichen Gebilden aus Salzteig. Den Sockel dieses Jöölboom bilden Adam und Eva unter dem Baum mit der Schlange, darüber befinden sich ein Pferd, ein Hund und an der Spitze ein Hahn. Jede Figur ist dabei von symbolischer Bedeutung: Adam und Eva mit der Schlange stehen für die Erkenntnis. Das Pferd ist Ausdruck für Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Der Hund symbolisiert die Treue. Der Hahn schließlich bezeichnet die Wachsamkeit.
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